Traumatherapie


Hintergrund


Die Traumatherapie hat zum Ziel, die im Nervensystem gebun-
dene, hoch aktivierte hormonelle und nervöse Erregung eines Schockerlebnisses behutsam aus dem Körper zu leiten. Die unbewusste Kontrolle des menschlichen Verstandes verhindert
oft die natürliche Spannungsregulation einer solchen extremen Übererregung, so dass die hoch aktivierte Erregung manchmal über Jahrzehnte im Körper bleibt. Das Nervensystem ist ständig alarmiert. Der Körper und die Psyche versuchen diese ständige Übererregung zu kompensieren und entwickeln so bestimmte körperliche Symptome (u. a. psychosomatische Krankheiten) oder bestimmte neurotische Verhaltensmuster und Ängste. Säugetiere dagegen entwickeln nach einem Schock gewöhnlich kein Trauma.


Die Behandlungstechniken zielen darauf ab, die Kontrollmecha-
nismen des Verstandes in den Hintergrund treten zu lassen (z. B. mit Hilfe von Trance), um die Spannung behutsam, entsprechend naturgemäßer Regulationsvorgänge aus dem Körper zu leiten und so das Trauma und dessen Folgesymptome aufzulösen.

Indikation


posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS)
posttraumatischer Stress (PTS)
Erinnerungsverlust, Gefühllosigkeit, Flashbacks
chronische Übererregung, Vermeidungszwänge
Depressionen
Phobien, Angstattacken, Entwicklungstraumata
psychosomatische Symptome
Suchtproblematik, Burnout, Workaholic

nach Unfällen und Missbrauchserlebnissen
vor und nach chirurgischen Eingriffen
Begleitung bei Krebs-Therapien
Schlafstörungen, Appetitverlust, Herzrasen,
sexuelle Dysfunktion

Qualitätssicherung


Grundlagen nach Peter Levine und Malcolm Southwood
während einer 2-jährigen Ausbildung "Schock und Trauma"
an der Snowlion Center School, Schweiz,
"Focusing" nach Dr. E. Gendlin, Snow Lion Center School
regelmäßige Supervision

<- zurück

Peter Levine, Trauma-
therapie


Malcolm Southwood,
spirituelles Heilen


Snowlion Center School